Segnung der neuen Aufbahrungshalle

Die neu errichtete Aufbahrungshalle von Moosbrunn wurde am 1. November 2014 zum Hochfest Allerheiligen ihrer Bestimmung übergeben.

Im Zuge der Feierlichkeit erfolgt auch die Segnung des Gebäudes, des Kreuzes und der Glocke durch Pfarrer Mag. Johannes Wilfling. Eine Abordnung des Musikvereins Moosbrunn unter der Leitung von Bezirkskapellmeister Peter Kreuz, der Gesangverein Moosbrunn unter der Leitung von Chorleiterin Prof. Ilse Storfer-Schmied und der Organist Mag. Markus Kastner sorgten für die musikalische Umrahmung bei der Feier.

Bis jetzt waren bei Begräbnissen in Moosbrunn, bei denen eine Trauerfeier direkt am Friedhof erfolgte nur insofern möglich, als der Sarg mit dem Verstorbenen in der kleinen Friedhofskapelle aufgestellt wurde und die Trauergemeinschaft musste im Freien der Einsegnung  beiwohnen. Dies war gerade bei Regen, Kälte, Wind und Schneefall oft sehr unangenehm.

Es stand deshalb schon seit langem das Thema vom Bau einer Aufbahrungshalle im Raum, doch es waren immer andere Vorhaben vorrangig zu erledigen. Letztendlich beschloss der Gemeinderat vor einigen Jahren dieses Vorhaben in Angriff zu nehmen. So wie bei anderen Projekten, wurde auch hier darauf Bedacht genommen, dass vor der Realisierung zumindest ein wesentlicher Teil der erforderlichen Geldmittel angespart wurde. Im Jahr 2013 war es schlussendlich so weit, dass eine Umsetzung gestartet werden konnte.

Es ging nicht nur um ein ansprechendes Bauwerk, sondern auch darum, dass die Zeremonie in würdevoller Weise begangen werden kann.

Wesentlich bei der Planung war die Vorgabe, dass bei größeren Begräbnissen auch Personen die Feierlichkeiten mitverfolgen können, die im Inneren der Halle nicht Platz finden. Dies sollte durch eine Glasfront und Außenlautsprecher ermöglicht werden; Ebenso war die Überlegung den Platz vor der Halle so zu planen, dass sich beim Gang zum Friedhof ein Trauerzug bilden kann. Deshalb sollte bewusst der Zugang zum Friedhof über den unteren Teil des Fußweges erfolgen. Ebenso sollte der Vorplatz so großzügig gestaltet werden, dass auch ausreichend Platz für die Aufstellung von Ehrenformationen im Zuge von größeren Begräbnisfeierlichkeiten vorhanden ist.

5 Planungs- bzw. Architekturbüros präsentierten den Gemeindeverantwortlichen letztendlich 7 verschiedene Entwürfe. Sämtliche Varianten zeigten sehr interessante und moderne Bauformen.
Nach eingehenden Diskussionen im Gemeindevorstand und im Bauausschuss einigte man sich auf die Vergabe an das Architekturbüro Antel & Antel, da hier nicht nur das schlichte Gebäude, sowie die Platzgestaltung mit dem Sicht- und Lärmschutz zur Straße hin, sondern auch der vom Gebäude getrennte Glockenturm überzeugte.

Bgm. Gerhard Hauser bedankte sich bei der Segnung des Gebäudes bei den DI Irene und Christoph Antel für die hervorragende Planung. Ein Dank erging auch an die ausführenden Firmen für die gute Zusammenarbeit. Solides Handwerk ermöglichte das vorliegende Ergebnis.

Einige Gedanken zur Gestaltung:

•  Ein Licht durchfluteter Raum symbolisiert uns auch in schweren Stunden die Gegenwart von Hoffnung.
•  Das massive Holzkreuz mit Sölker Marmor in seiner Mitte, wurde in liebevoller Arbeit von Gemeindearbeiter Gerhard Kreuz angefertigt.
•  Die Vertäfelung aus Eichenholz ermöglicht eine ausgezeichnete Akustik.
•  Ein Innenhof mit Farnen, Blumen und einem Laubbaum zeigt im Wechsel der Jahreszeiten den Rhythmus des Lebens.
•  Modernste Lichttechnik lässt das Gebäude und den Glockenturm auch in den Abendstunden seine architektonische Schönheit zeigen.
•  Die neu angekaufte Hammond-Orgel ermöglicht eine feierliche musikalische Umrahmung bei zukünftigen Verabschiedungen.
•  Auch wurde dafür Sorge getragen, dass eine WC Anlage in behindertengerechter Ausführung berücksichtigt wurde.

Zukünftig hat die Bevölkerung durch die neu errichtete Aufbahrungshalle mehrere Möglichkeiten einer Verabschiedung. Traditionelle Begräbnisse, soll es auch weiterhin von unserer Pfarrkirche aus geben. Nunmehr ist es aber auch möglich, in der neu errichteten Aufbahrungshalle eine hl. Messe mit anschließender Einsegnung und Beerdigung zu feiern. Aber auch Personen die keiner Glaubensgemeinschaft angehören, können hier ihre Verstorbenen in entsprechender Weise feierlich verabschieden.

Am Ende der Festansprache bedankte sich Bgm. Hauser auch bei den Gemeinderäten aller Fraktionen für die konstruktive Zusammenarbeit, die letztendlich den Bau in der vorliegenden Form ermöglichten.

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